Axonlab - Rubrik Wissen
Einkaufen
Kundenportal
Suchen

Rubrik Wissen

  • timer  1.5 Minuten Lesedauer
  • 23. September 2021
  • Geschrieben von Cinzia Fornaro
  • Arztpraxis

Die orthodoxe Kirche erteilt ihren Segen für heiratswillige Paare erst dann, wenn die Teilnahme am Gentest nachgewiesen wurde.

Im Mittelmeerraum ist die Beta-Thalassämie, eine autosomal-rezessive erbliche Erkrankung, am weitesten verbreitet. In Zypern ist fast jede siebte Person klinisch mehr oder minder unauffälliger Anlageträger ("carrier“). Bei Kindern, die von beiden Elternteilen die genetische Anlage vererbt bekommen haben, tritt eine schwere Synthesestörung des roten Blutfarbstoffes auf, die neben einer ausgeprägten Anämie unter anderem eine erhöhte Infektanfälligkeit und chronische Organschäden zur Folge hat. Wegen der Anämie werden häufig Bluttransfusionen benötigt. Laut einer englischen Studie sterben 50% dieser Patientinnen und Patienten vor dem 35. Lebensjahr. 

In der Folge des obligatorischen Gentests für Heiratswillige ist die Erkrankungsrate in Zypern um über 90% gesunken. Da die Behandlung der Thalassämie aufwändig ist, schlägt sich die Verringerung der Erkrankungshäufigkeit auch in einer spürbaren Reduktion der Ausgaben im Gesundheitswesen nieder.

Beliebte Beiträge