Axonlab - Unterstützungsprojekt 2021
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Unterstützungsprojekt 2021

  • timer  6.5 Minuten Lesedauer
  • 09. Dezember 2021
  • Geschrieben von Fabienne Turrian
  • Unternehmen

Schöne Traditionen sollen weitergeführt werden. Aus diesem Grund verzichtet Axonlab auch dieses Jahr wieder auf die Abgabe von Kundengeschenken und unterstützt stattdessen eine gemeinnützige Organisation.

Albert-Schweitzer-Stiftung und weitere Hilfsprojekte auf dem afrikanischen Kontinent

Schon seit über 20 Jahren unterstützt Axonlab die Albert-Schweitzer-Stiftung im westafrikanischen Gabun. Dort – genauer in der Ortschaft Lambaréné, weit von der Zivilisation entfernt – steht das von Albert Schweitzer gegründete Urwaldspital. Es ist uns wichtig, dass unser Engagement vor Ort nachhaltig ist. Wie wir das verstehen und in welcher Form die Unterstützung erfolgt, können Sie in unserem Blogbeitrag «Social Responsibility – Unser Servicetechniker in Lambaréné» nachlesen.

Auch weitere Unterstützungsarbeit wurde in den vergangenen Jahren auf dem afrikanischen Kontinent geleistet: ob für die Mercy Ships vor Senegal, für die medizinische Grundversorgung der Menschen in Uganda oder für die Peter Bachmann Stiftung, wofür Axonlab in der äthiopischen Metropole Addis Abeba die Renovation eines Zentrums für Strassenmenschen unterstützt hat.

Ein Gesundheitszentrum im ländlichen Madagaskar

Unser diesjähriges Engagement leisten wir in Madagaskar, dem Inselstaat vor der afrikanischen Südostküste.

Die Organisation für Entwicklungszusammenarbeit Nouvelle Planète unterstützt seit 1986 Initiativen von Bevölkerungsgruppen, die im ländlichen Raum leben, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern und ihnen mehr Autonomie zu geben. Ein Projekt der Organisation befasst sich mit der Verbesserung der medizinischen Versorgung von 10'000 Einwohnern in der Gemeinde Ambatomena – den Bau eines Gesundheitszentrums für die lokale Bevölkerung unterstützt Axonlab.

Die medizinische Versorgung ist in Madagaskar mangelhaft: 65% der Bevölkerung lebt mehr als zehn Kilometer von einer Gesundheitsinfrastruktur entfernt. Je weiter man sich von den städtischen Zentren entfernt, desto schwieriger ist es, eine Gesundheitseinrichtung zu erreichen. Umso wichtiger ist es, die medizinischen Gesundheitseinrichtungen in ländlichen Gebieten zu unterstützen und aufzubauen. Das Dorf, in welchem das von Axonlab unterstützte Gesundheitszentrum gebaut wird, befindet sich 180km südlich der Hauptstadt Antananarivo in ländlichem Gebiet auf einer Höhe von knapp 1'800 m.ü.M.

Insbesondere während der Regenzeit ist das Reisen in die städtische Agglomeration für eine medizinische Versorgung durch die bergige Topografie und die schlechten Strassenzustände eine grosse Herausforderung.  

Dringender Renovationsbedarf: Undichtes Dach, Schimmelbefall und Platzmangel

Die aktuelle verfügbare Infrastruktur des Gesundheitszentrums ist gemäss der Analyse von Nouvelle Planète unzureichend und veraltet. Das Gesundheitszentrum von Ampanatoavana wurde 1978 aus Lehmziegel und Stroh errichtet. Das Gebäude wird heute noch genutzt. Zwar wurde vor 20 Jahren das Dach mit Blech renoviert, trotzdem ist das Gebäude äusserst baufällig: Das Dach ist undicht, die Decke von Schimmel befallen, Türen sind ungesichert und Bodenplatten zerbrochen. So kann kein Gesundheitszentrum funktionieren.

Neben der baufälligen Infrastruktur mangelt es an Unterkunftsmöglichkeiten für die Begleitpersonen von Patienten. In den madagassischen Gewohnheiten ist es nicht möglich, einen Patienten im Gesundheitszentrum allein zu lassen. Die Angst vor dem Tod ist fast allgegenwärtig. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Haushalte stellen jedoch die Kosten für den Aufenthalt der Begleitperson ein grosses Hindernis für den Besuch des Gesundheitszentrums dar.

Kein Strom, kein Wasser und ein Motorrad aus dem WHO-Programm

Auch die vorhandene medizinische Ausrüstung ist nicht ausreichend, um im Zentrum eine angemessene Versorgung zu gewährleisten. Medizinische Teams müssen mit dem absoluten Minimum auskommen. Das Gesundheitszentrum verfügt nur über vier Betten (in einem desolaten Zustand) und über ein Büro. Darüber hinaus bezieht das Gesundheitszentrum sein Wasser aus einem traditionellen Brunnen, der einer benachbarten Familie gehört und hat keinen Strom. Die Photovoltaikanlage (finanziert von UNICEF) dient ausschliesslich zur Stromversorgung des Kühlschranks. Im Falle einer Nachtpflege (Entbindung oder Notfall) verwendet das Personal Kerzen. Vor Kurzem wurde von einem WHO-Programm ein Motorrad zur Verfügung gestellt, um Notfalleinsätze und Aufklärungskampagnen zu erleichtern.

Neubau, ein Brunnen und eine Photovoltaikanlage

Im Fokus dieses Projekts steht ein Neubau mit sieben Räumen, der zum eigentlichen Gesundheitszentrum wird. Neben einem Untersuchungs- und Behandlungsraum werden dort ein Beobachtungsraum, ein Gebärsaal, eine Apotheke und ein Aufenthaltsraum errichtet. Das bestehende Gebäude wird zudem renoviert und in Wohnungen für das Pflegepersonal umgebaut. Zudem wird ein drittes neues Gebäude für die Unterbringung der Begleitpersonen errichtet.

Um eine einwandfreie Hygiene innerhalb des Geländes zu gewährleisten, werden zwei Toilettenblöcke mit vier Abteilen (zwei Toiletten und zwei Duschen) errichtet, von denen einer den Patienten und der andere dem medizinischem Personal und den Patientenbegleitern vorbehalten ist. Um einen nachhaltigen Zugang zu Wasser zu gewährleisten, wird ein neuer Brunnen gegraben und mit einer Solarpumpe und einem Reservoir ausgestattet. Darüber hinaus werden die drei Gebäude über eine Photovoltaikanlage mit Strom versorgt (jedes mit einem eigenen System zur Risikominderung). Das Licht wird dank etwa fünfzehn LED-Lampen garantiert und ermöglicht eine hochwertige medizinische Versorgung 24 Stunden am Tag.

 

Wir wünschen dem Projekt von Herzen viel Erfolg, damit die medizinische Versorgung in der Gemeinde verbessert wird und als direkte Folge davon eine Reduktion der Säuglings- Kinder- und Müttersterblichkeit möglich wird.

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