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Unterstützungsprojekt zu Weihnachten 2022

  • 7 Minuten Lesedauer
  • Geschrieben von Fabienne Turrian
  • Unternehmen

Wie jedes Jahr verzichtet Axonlab auf die Abgabe von Kundengeschenken und unterstützt auch dieses Jahr stattdessen gemeinnützige Organisationen.

Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung

In der Regel fokussieren wir unsere gemeinnützige Unterstützung auf Projekte auf dem afrikanischen Kontinent. Der fortwährende Krieg in der Ukraine hat uns dieses Jahr jedoch dazu bewegt, die ukrainische Bevölkerung zu unterstützen.

Bereits im März dieses Jahres hat Axonlab zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Schweiz am nationalen Solidaritätstag der Glückskette für die Ukraine beteiligt und so einen gemeinsamen Beitrag zur humanitären Hilfe in der Ukraine geleistet. Diese Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung erneuern wir nun zur Weihnachtszeit und unterstützen die Glückskette ein weiteres Mal.

Hilfsprojekte der Glückskette

Der nahende Winter mit den tiefen Temperaturen ist für die Zivilbevölkerung äusserst herausfordernd und riskant. Die Kämpfe in der Ukraine haben eine Vielzahl von Gebäuden zerstört und Heizungen funktionieren nicht mehr. Die Glückskette fokussiert deshalb ihre Hilfe auch auf Projekte mit einer Heiz-Komponente und sorgt über ihre Partnerorganisationen vor Ort dafür, dass zumindest ein Raum pro Wohnung instandgesetzt, isoliert und geheizt werden kann.

Die Glückskette unterstützt die Zivilbevölkerung in vielen ukrainischen Regionen – sei es mit Nahrung, medizinischer Versorgung oder Schutz. Zudem finanziert die Glückskette innerhalb der Ukraine auch Hilfsprojekte von Partnerorganisationen wie dem Schweizerischen Roten Kreuz, Caritas oder Save the Childern. Aber auch diejenigen Ukrainerinnen und Ukrainer, die Zuflucht in anderen Ländern suchen, werden von der Glückskette unterstützt. So zum Beispiel in den Nachbarländern Moldawien, Rumänien und Polen.

 

Unmittelbare Unterstützung von ukrainischen Mitarbeitenden

Axonlab leistet aber auch sehr unmittelbar Hilfe zugunsten der ukrainischen Bevölkerung. Bereits seit einigen Jahren ist ein kleines Team von Web-Entwicklern in der Ukraine für die Weiterentwicklung unserer Webseite www.axonlab.com zuständig. In den letzten Jahren waren diese ukrainischen Kolleginnen und Kollegen in Charkiw im Osten der Ukraine für uns tätig, wo sie lebten und arbeiteten. Seit dem 24. Februar 2022 hat sich das Leben unserer Web-Entwicklerinnen und –Entwickler selbstredend drastisch verändert.

Wir haben uns als Unternehmen dafür engagiert, dass diejenigen Mitarbeitenden das Land verlassen konnten, die das wollten. Wir haben bei der Flucht aus der Ukraine unterstützt und dabei geholfen, dass die Mitarbeitenden in Deutschland ein sicheres, temporäres Zuhause gefunden haben und seither in unserer deutschen Niederlassung ihrer täglichen Arbeit nachgehen können.

Mit der Web-Entwicklerin Diana Koshelieva durften wir über ihre Flucht aus der Ukraine ein Interview führen:

Axonlab: Wie lange arbeitest du schon für Axonlab?
Diana: Ich arbeite seit ca. 3,5 Jahren für Axonlab.

Axonlab: Woher in der Ukraine kommst du?
Diana: Ich stamme aus Charkiw.

Axonlab: Wann hast du die Ukraine verlassen?
Diana: Das erste Mal verliess ich die Ukraine am 27. Februar 2022, drei Tage nach Beginn des Krieges. Danach habe ich die Ukraine noch zweimal für kurze Zeit besucht.

Axonlab: Du bist nun in Deutschland. Wie sah deine Flucht aus der Ukraine aus?
Diana: Ich bin im Südwesten der Ukraine über die Grenze ins Nachbarland Moldawien gefahren. Von da ging die Reise weiter nach Rumänien, wo ich mich für ein paar Tage niedergelassen habe. Von Rumänien aus ging es dann weiter westwärts, bis ich schlussendlich in Deutschland angekommen bin. Ich wohne nun bereits seit dem 3. März 2022 in der Nähe von Reichenbach, wo sich die deutsche Niederlassung von Axonlab befindet.

Axonlab: Bist du alleine oder mit Familienangehörigen oder Freunden geflüchtet?
Diana: Als der Krieg begann, war ich in der Westukraine. Nach Rumänien bin ich mit meinen Freunden geflüchtet, nach Deutschland bin ich dann aber alleine weitergereist. Später habe ich bei der Organisation der Evakuierung meiner Eltern und meiner Schwester aus Charkiw geholfen, danach sind meine Mutter und meine Schwester zu mir nach Deutschland gekommen. Mein Vater ist in den Krieg gezogen, er ist Soldat. Meine Mutter und meine Schwester haben acht Monate mit mir in Deutschland gelebt, haben dann aber beschlossen in die Ukraine zurückzukehren, wo sie jetzt an einem mehr oder weniger sicheren Ort sind.

Axonlab: Wie gefällt dir die Arbeit im Axonlab-Büro in Deutschland?
Diana: Es gefällt mir gut. Ich mag dieses Büro und die Menschen, die hier arbeiten. Ich bin sehr dankbar, dass Axonlab mir bei der Übersiedlung nach Deutschland und der Anmietung einer Wohnung geholfen hat. Ohne diese Hilfe wäre es für mich sehr viel schwieriger gewesen, das alles zu schaffen. Ich lerne auch Deutsch, was mir immer mal wieder Erfolgserlebnisse beschert.

Axonlab: Und wie gefällt dir allgemein das Leben in Deutschland?
Diana: Das Leben in Deutschland ist gut. Ich bin Deutschland dankbar, dass es mir Asyl gewährt. Trotzdem träume ich jedoch davon, nach dem Ende des Krieges nach Hause zurückzukehren.

Axonlab: Was vermisst du am meisten an der Ukraine?
Diana: Die Ukraine ist meine Heimat. Ich vermisse meine Familie, meine Freunde und das normale Leben, das mir vertraut ist. Ich möchte gerne in die Ukraine zurückkehren, sobald es dort wieder sicher ist.

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