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Der Feind im Krankenbett: Antibiotikaresistente Keime

  • 3 Minuten Lesedauer
  • Geschrieben von Axonlab
  • Mikrobiologie

Als Alexander Flemming 1928 die bahnbrechende Entdeckung machte, dass ein Wirkstoff der Pinselschimmelart Penicillium notatum das Wachstum vieler krankheitserregender Bakterien hemmen kann, war eine neue Epoche in der globalen Medizin angebrochen: Das Zeitalter der Antibiotika.

Krankheiten wie Scharlach, Angina und bakterielle Lungenentzündung begannen, ihren Schrecken zu verlieren. Penicillin und andere neu entwickelte Antibiotika retteten seither Millionen von Menschen das Leben.

Anpassungsfähige Bakterien
Aber leider sind Bakterien sehr anpassungsfähige Organismen. Durch ihre hohe Reproduktionsrate und die ständige Neusortierung ihres genetischen Materials können sie sich sehr schnell an geänderte Umweltbedingungen anpassen und dadurch leider auch gegen bisher hochwirksame Antibiotika resistent werden. Was gestern noch phänomenal gewirkt hat, kann heute wirkungslos verpuffen.
Zirka 80 Prozent aller nosokomialen Infektionen werden durch Bakterien, vor allem Staphylococcus aureus,
 Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa und Enterokokken, verursacht. Viele dieser Erreger gehören eigentlich zur normalen Keimflora gesunder Menschen und sind für diese auch völlig harmlos. Treffen sie jedoch auf Menschen mit geschwächter Immunantwort oder generell geschwächtem Gesundheitszustand so können sie rasch lebensbedrohliche Erkrankungen wie Sepsis, Harnwegsinfekte oder Atemwegsinfekte verursachen. 

Bestimmung wirksamer Antibiotika
Um bei einem erkrankten Menschen für einen bestimmten Keim rasch das richtige Antibiotikum einsetzen zu können ohne unnötig Zeit zu verlieren ist es wichtig, dass bestimmt wird, welche Antibiotika bei diesem bestimmten Keim am besten wirken. Im mikrobiologischen Labor wird die Antibiotikaresistenztestung mittels Agardiffusionstests durchgeführt: Auf einer Agarplatte werden die Erreger aufgeimpft und dann kleine Scheibchen, die jeweils mit einem zu testenden Antibiotikum getränkt sind, aufgelegt. Dort, wo sich grosse Hemmhöfe im Bakterienrasen bilden, sind die wirksamsten Antibiotika.

Automatisierte Lösungen
Diese Untersuchungsmethode liefert ausgesprochen zuverlässige Ergebnisse nach kurzer Zeit, ist aber natürlich sehr arbeitsintensiv und bindet wertvolle Personalkapazität im Labor. Aber auch dafür gibt es mittlerweile die perfekte automatisierte Lösung, die mittels künstlicher Intelligenz diese Arbeit in grossem Umfang rasch erledigen kann: SIRscan ORION, SIRscan LYNX und das Expertensystem SIRxpert.

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