Did you know – Wie Liebeskummer das Herz belastet
- 3 Minuten Lesedauer
- Geschrieben von Axonlab
- Arztpraxis
Wir haben es alle schon einmal erlebt – das Herz rast, der Schlaf bleibt aus, und das Leben scheint stillzustehen. Doch was passiert eigentlich in unserem Körper, wenn uns Liebeskummer quält? Und wie wirkt sich das auf unser Herz aus – im wahrsten Sinne des Wortes?
Intensiver emotionaler Stress, wie er bei Liebeskummer auftritt, führt zu einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol. Diese Stoffe belasten das Herz-Kreislauf-System, indem sie Herzfrequenz und Blutdruck erhöhen. In extremen Fällen kann es sogar zum sogenannten Broken-Heart-Syndrom (Takotsubo-Kardiomyopathie) kommen – eine vorübergehende Funktionsstörung des Herzmuskels, die Symptome wie Brustschmerzen und Atemnot verursacht.
Das Broken-Heart-Syndrom wird häufig mit einem Herzinfarkt verwechselt, da die Beschwerden ähnlich sind. Allerdings zeigen Untersuchungen wie die Koronarangiografie, dass keine Gefässverengungen vorliegen. Stattdessen ist die plötzliche Überaktivierung des Sympathikus und die Freisetzung von Stresshormonen die Ursache.
Und falls es eines Tages zu einem „Herzschmerz“ kommt, denken Sie daran – es könnte einfach das Broken-Heart-Syndrom sein und nicht der nächste medizinische Notfall. Wer weiss – vielleicht fühlt es sich genauso unangenehm an wie der Moment, wenn man den Ex zufällig in der Stadt trifft. Aber auch das geht vorbei!
Quellen:
- Templin, C., Ghadri, J.-R., Napp, L. C., et al. (2015). Takotsubo syndrome: A pathophysiological review. Journal of the American College of Cardiology, 66(7), 758-766.
- Wittstein, I. S., Thiemann, D. R., Lima, J. A. C., et al. (2005). Neurohumoral features of myocardial stunning due to sudden emotional stress. New England Journal of Medicine, 352(6), 539-548.
- Lyon, A. R., & Bossone, E. (2020). Takotsubo syndrome: Pathophysiology, diagnosis, and treatment. European Heart Journal, 41(14), 1347-1356.