Ein Gespräch mit Dr. Gilles Wiederkehr: Die Vorzüge des HemoScreens in der Pneumologie
- 4 Minuten Lesedauer
- Geschrieben von Axonlab
- Arztpraxis
In unserem Interview erfahren Sie, warum sich Dr. Gilles Wiederkehr für den HemoScreen entschieden hat und welche diagnostischen Vorteile er daraus zieht. Er erläutert, wie die rasche Verfügbarkeit von bestimmten Blutwerten die Therapieentscheidungen optimiert und die Patientenversorgung verbessert. Ebenso geht er auf die Signifikanz des 5-DIFF-Verfahrens ein und erläutert seine Perspektive im Vergleich zum herkömmlichen 3-DIFF-Verfahren.
Warum haben Sie sich damals für den HemoScreen entschieden? Ist es, dass die Reagenzien ungekühlt lagerbar sind? Der Reagenzpreis? Die Kompaktheit des Geräts? Oder die Möglichkeit ein 5-DIFF-Blutbild zu erstellen?
"Ausschlaggebend war für uns das grosse Blutbild, da insbesondere die relative und absolute Anzahl der Eosinophilen bei der Diagnostik von Pneumonien stark an Bedeutung gewinnt. Insbesondere beim Asthma bronchiale, zukünftig eventuell auch bei COPD, können wir dank dem HemoScreen rasch die Diagnostik komplettieren und falls nötig eine zusätzliche Therapie starten. Von Vorteil sind natürlich auch die kompakten Masse des Geräts, die unkomplizierte Bedienung und das unproblematische Lagern der Reagenzien (Anmerkung der Redaktion: Die Reagenzien sind ungekühlt haltbar)."
Welchen diagnostischen Mehrwert bringt Ihnen der HemoScreen? Auf welche Werte achten Sie? Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus den Werten?
"Die rasche Verfügbarkeit der absoluten und relativen Anzahl der Eosinophilen hilft uns, schneller Therapieentscheidungen zu fällen. Dies kommt sowohl den Patientinnen und Patienten als auch uns zugute. Insbesondere unter Betrachtung sowohl der Leukozyten als auch des CRPs kann die Therapie festgelegt werden."
Ist das 5-DIFF bei Patientinnen und Patienten welche Biologika nehmen ein grosser Vorteil für Sie? Wenn ja, wie häufig kommen diese Patienten zur Kontrolle? Wird ihnen das Blut kapillar oder venös abgenommen?
"Wie oben erwähnt ist das grosse Blutbild von grossem Vorteil für uns. Während der erstmaligen Vorstellung in unserer Sprechstunde führen wir meistens eine arterielle Blutgasanalyse durch, sodass die Blutbildbestimmung und das CRP aus dem arteriellen Blut geschieht. Ist eine tiefe Sauerstoffsättigung kein Thema, erfolgen die weiteren Blutuntersuchungen, insbesondere zu Beginn einer Therapie mit Biologika, ca. alle drei Monate kapillar ."
Ist der HemoScreen und seine 5-DIFF-Messung auch für die Patientinnen und Patienten komfortabler?
"Dass der HemoScreen sowohl mit kapillarem, venösem und arteriellem Blut problemlos umgehen kann und die Messung rasch und sauber ist, ist für die Patientinnen oder den Patienten sicherlich sehr komfortabel."
Können Sie dank des HemoScreens gezieltere, schnellere Therapien verordnen?
"Absolut. Der HemoScreen hilft uns im Erkennen von akuten Entzündungszuständen und beim Planen von langfristigen Therapien."
Setzen Sie als Pneumologe mehr auf 3-DIFF- oder auf 5-DIFF-Blutbilder?
"Da die eosinophilen Blutzellen in den letzten Jahren deutlich an Wichtigkeit zugenommen haben, insbesondere in der Immunologie und Pneumologie, nutzen wir in der Praxis nur das grosse Blutbild (5-DIFF)."
Können Sie das Gerät weiterempfehlen? Falls ja, aus welchen Gründen?
"Für Praxen, welche an einem grossen Blutbild interessiert sind, ist das Gerät sicherlich zu empfehlen. Bei uns kommt es täglich 10-15 Mal zum Einsatz, Probleme treten höchst selten auf."
Herzlichen Dank, Herr Dr. med Gilles Wiederkehr, für das informative Gespräch und Ihre wertvollen Einblicke.
