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Gesundheit kommt von innen

  • 9 Minuten Lesedauer
  • Geschrieben von Axonlab
  • Arztpraxis

Was versteht man unter Metabolismus?

Der Begriff Metabolismus wird in der Medizin und Biologie als Fachbegriff für die Umwandlung und den Abbauprozess verschiedener Stoffe in einem Organismus verwendet. Diese biochemischen Stoffwechselvorgänge gewährleisten diverse Körperfunktionen und sind daher für den menschlichen Körper lebensnotwendig.

Im Wesentlichen werden zwei Arten von Metabolismus unterschieden. Der katabole Stoffwechsel gibt dem Körper Energie. Er wandelt Stoffe, die durch die Nahrungsaufnahme in den Körper gelangen um, damit sie für weitere Stoffwechselprozesse genutzt werden können.  Der anabole Stoffwechsel hingegen braucht Energie vom Körper. Er ist für den Aufbau körpereigener Stoffe zuständig, wobei auch die Produkte aus dem katabolen Stoffwechsel genutzt werden.

 

Was gibt dem Körper Energie?

Der Körper benötigt zum Funktionieren und Energietanken vor allem Kohlenhydrate, Fette und Proteine. Dabei zählen Kohlenhydrate zu den wichtigsten Energielieferanten überhaupt, weil sie die Gehirnaktivität antreiben und deswegen als unverzichtbare Energiequelle gelten.

Fette gelten ebenfalls als Hauptenergielieferanten. Sie liefern Energie, die in Fettdepots gespeichert wird. Bei den Fetten unterscheidet man ausserdem ungesunde Fette, die gesättigte Fettsäuren enthalten und gesunde Fette, welche ungesättigte Fettsäuren enthalten. Zu den gesättigten Fettsäuren zählen z.B. Kokos- und Palmfett. Gesunde Fette wiederum sind reich an ungesättigten Fettsäuren, die in Olivenöl, Fisch oder Nüssen enthalten sind.

Eiweisse oder Proteine bestehen aus lebensnotwendigen Aminosäuren, die wiederum den Stoffwechsel bestimmen und an etlichen Prozessen im Körper beteiligt sind. Sie werden schnell verwertet.

 

Vitamine und Mineralstoffe

Auch Vitamine dienen der Energiegewinnung. Sie stärken unser Immunsystem und sorgen für einen reibungslosen Zellaufbau. Für Zähne und Knochen sind sie ausserdem unverzichtbar. Des Weiteren steuern sie viele Funktionen im Körper. Mineralstoffe sind ebenfalls an lebensnotwendigen Prozessen im Körper beteiligt. So ist Kalium für die Konzentration und die Energiegewinnung wichtig. Magnesium unterstützt die Leistungsfähigkeit und fördert die Kondition. Jod stärkt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Und Zink ist bei Regenerationsprozessen, wie z.B. der Wundheilung beteiligt.

Fettstoffwechsel
Fette liefern unserem Körper vor allem Energie und werden als solche auch gespeichert. Der Körper benötigt Fette aber auch zur Bildung von Hormonen und Botenstoffen. Beim Fettstoffwechsel werden die Fette zunächst während der Verdauung im Darm zu Fettsäuren und Glyceriden aufgespalten. Diese werden dann über das Blut weiter transportiert, unter anderem zur Leber.

Nimmt man mehr Fett auf, als man verbraucht, wird diese überschüssige Energie vom Körper gespeichert in Depots gespeichert.

Eiweissstoffwechsel
Bei der Verdauung werden Eiweisse in ihre Bestandteile, die Aminosäuren, zerlegt. Sie werden dann über die Blutbahn in die Zellen transportiert. Dort dienen sie zum Aufbau von Muskeln, Hormonen und Enzymen, können aber auch zur Energiegewinnung genutzt werden.

Kohlenhydratstoffwechsel
Kohlenhydrate dienen unserem Metabolismus als Hauptenergiequelle. Bevor er diese jedoch nutzen kann, müssen die komplexen Kohlenhydrate erst mit Hilfe von Enzymen in Glucose umgewandelt werden. Denn erst, wenn sie in ihre kleinsten Bestandteile zerlegt wurden, können sie über das Blut zu den Zellen gelangen. Dort wird die Glucose mit Hilfe von Sauerstoff für die Energiegewinnung „verbrannt“.

Ein wichtiges Organ für den Kohlenhydratstoffwechsel ist die Leber: Sie versorgt den Organismus kontinuierlich mit Glucose – auch dann, wenn über die Nahrung nicht ständig Glucose zugeführt wird. Die Leber kann nämlich Glucose speichern, indem sie nicht benötigte Glucose in einen Mehrfachzucker, sogenanntes Glykogen, umwandelt. Glykogen ist die Speicherform von Glucose und dient den Zellen als Energievorrat. Er ist bei Bedarf wieder verfügbar. Im Falle einer Überversorgung mit Kohlenhydraten wandelt die Leber allerdings das Glykogen in Fett um und speichert es im Fettgewebe. Muss die Leber öfter zu diesem Mittel greifen, droht Übergewicht oder auch eine Fettleber.

 

Pathologische Veränderungen des Metabolismus

Wenn die Verwertung einzelner Substanzen aus der Nahrung nicht richtig funktioniert der Nährstoff nicht dort ankommt, wo er benötigt wird oder z.B. Stoffwechselreaktionen nicht richtig ablaufen können, gerät das komplexe selbstregulierende System aus dem Gleichgewicht. Zu den häufigsten Stoffwechselstörungen gehören Diabetes mellitus, Gicht und die Schilddrüsenunter- und -überfunktion. Darüber hinaus sind mehrere hundert seltene Stoffwechselerkrankungen bekannt. Bei den meisten seltenen Stoffwechselerkrankungen verursacht ein Defekt im Erbgut die Störung des Metabolismus. Je nach vorliegender Störung können zum Beispiel einzelne Nährstoffe nicht richtig verwertet werden und lagern sich stattdessen an verschiedenen Stellen wie z.B. in Niere, Leber oder dem Nervensystem ab. Bei anderen Störungen wird der Organismus durch eine zu hohe Konzentration der Stoffwechselprodukte geschädigt oder es treten toxische Abbauprodukte auf.

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselerkrankung, die auf Insulinresistenz oder Insulinmangel beruht und durch einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Sie ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für schwere Begleit- und Folgeerkrankungen verbunden.

Arthritis urica (Gicht) ist eine äusserst schmerzhafte, akut auftretende, entzündliche Gelenkserkrankung aufgrund erhöhter Harnsäure und den daraus folgenden Harnkristallen, die sich in den Gelenken ablagern. Die weitverbreitete Stoffwechselerkrankung betrifft Männer häufiger als Frauen.

Als Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) wird eine mangelhafte Hormonproduktion der Schilddrüse bezeichnet. Der Hormonmangel verlangsamt alle Stoffwechselprozesse des Körpers und verringert die Leistungsfähigkeit. Die Schilddrüsenunterfunktion ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Frauen leiden häufiger darunter als Männer.

 

Die klinische Chemie gibt Aufschluss

Eine Analyse der klinischen-Chemie-Parameter ist ein essentielles Verfahren in der Labordiagnostik, um chemische Kenngrössen zu erheben, die sich aus physiologischen sowie biochemischen Vorgängen ergeben.

Hierbei kann mittels einer verhältnismässig geringen Blutprobe des Patienten überprüft werden, ob die Werte innerhalb der Referenzwerte für gesunde Menschen liegen, oder sich Pathologien abzeichnen. Solche Analysesysteme sind heutzutage in fast jeder Praxis anzutreffen und führen diese Analysen in hoher Qualität in kürzester Zeit selbstständig aus.

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