Kostenlose Lieferung ab 300 Franken
ISO zertifiziert seit 1997
Individuelle Finanzierungsoptionen
logologo
Kundenportal
Sprache
Einkaufsliste
Warenkorb
  • Blog
  • Geräte & Instrumente (535)
  • Reagenzien & Chemikalien (4'259)
  • Kontrollen & Kalibratoren (180)
  • Verbrauchsmaterialien (2'442)
  • Zubehör (880)
  • Schnelltests (89)

Direkt zu den Bereichen

  • Arztpraxis
  • Laborsoftware axonio
  • Praxissoftware
  • Apotheken Bereich
  • Snibe Diagnostik

Mykoplasmen: Kleine Bakterien, grosse Auswirkungen

  • 5 Minuten Lesedauer
  • Geschrieben von Axonlab
  • Arztpraxis

Bakterien sind winzige, einzellige Lebewesen und gehören zu einer der ältesten Lebensformen. Der Zellaufbau ist sehr einfach gestaltet.


Abbildung 1

Wie in «Abbildung 1» ersichtlich, ist ihr Aufbau einfach gestaltet, denn sie haben keinen Zellkern. Ihre Erbinformation liegt direkt im Inneren der Zelle. Meist sind sie von einer schützenden Zellwand umgeben, die ihnen ihre Form gibt und einer Zellmembran, die den Austausch von Stoffen regelt. Manche Bakterien können sich mithilfe von den Geisseln fortbewegen oder haben eine Schutzschicht, um sich besser zu verteidigen. Sie sind anpassungsfähig und kommen fast überall vor – unter anderem in unserem Körper.


Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Bakterien, aber heute befassen wir uns mit Mykoplasmen. Die Mykoplasmen sind eine besondere Art der Bakterien und unterscheiden sich in folgenden Punkten stark von den anderen Arten:

  1. Sie besitzen keine Zellwand und können daher nicht mit allen Antibiotika therapiert werden wie zum Beispiel mit Penicillin.
  2. Ihre Grösse beträgt zwischen 150 und 350 nm. Somit sind es kleine Bakterien.
  3. Vielfältige Lebensräume: Mykoplasmen kommen in Menschen, Tieren und Pflanzen vor. Beim Menschen siedeln sie sich häufig in den Atemwegen, im Urogenitaltrakt und in anderen Schleimhäuten an.
  4. Langsames Wachstum: Im Vergleich zu anderen Bakterien wachsen sie sehr langsam und benötigen unter anderem auch spezielle Nährmedien zur Anzucht mit besonderen Nährstoffen.

In «Abbildung 2» sind Mykoplasmen ersichtlich (Bild unter Mikroskop) zur visuellen Vorstellung:


Abbildung 2

Es gibt drei wichtige Untergruppen der Mykoplasmen, die eine Krankheitsrolle spielen können bei gesunden Menschen:

  1. Mykoplasma pneumoniae
  2. Mykoplasma hominis
  3. Mykoplasma genitalium

Die beiden letztgenannten Erreger sind in der Regel bei urogenital- Infektionen aufzufinden.

Die Mykoplasma pneumoniae hingegen gehört zu den fünf häufigsten Erregern (von Bakterien) für respiratorische Infektionen. Diese Art von Mykoplasmen kann leichte bis mittelschwere Atemwegserkrankungen verursachen wie zum Beispiel eine Bronchitis oder eine atypische Lungenentzündung. Diese wird ebenfalls auch «walking pneumonia» genannt.

Das Bakterium haftet an den Schleimhäuten und greift unseren natürlichen Schutzmechanismus an – nämlich unsere Zilien. Dies sind kleine, sehr feine haarähnliche Strukturen, die auf unseren Zellen sitzen und durch ihre Bewegung Schleim, Partikel und Krankheitserreger aus den Bereichen transportieren. Danach setzen sie toxische Stoffe frei, die unsere Zellen in der Abwehr schwächen, wodurch eine Entzündungsreaktion des Körpers entstehen kann. Die Zerstörung der Schleimhautzellen und die Anwesenheit der Mykoplasmen rufen eine Entzündungsreaktion im Gewebe hervor. Das Immunsystem reagiert darauf mit einer gesteigerten Produktion von entzündungsfördernden Stoffen, was zu Symptomen wie Husten, Halsschmerzenoder Fieber führen kann und ein allgemeines Krankheitsgefühl verursachen kann.

Der Anstieg von Mykoplasmen-Infektionen in der Schweiz im Jahr 2024 wurde in mehreren Medienberichten thematisiert. So berichtete SRF am 8. August 2024 über eine Zunahme von Infektionen bei Kindern – verursacht durch Mykoplasmen. Auch die Medical Tribune berichtete am 19. September 2024 über die steigenden Fallzahlen von Mykoplasmen-Pneumonien bei Kindern und Erwachsenen in der Schweiz. Besonders betroffen waren Kinder und Jugendliche, die in Schulen, Sportvereinen oder Kitas einen engen Kontakt zueinander hatten, da die Mykoplasmen durch Tröpfcheninfektion beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen werden.

 

 

 

 

 

Quellen:

  • Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). (2024, 8. August). Rückkehr der Mykoplasmen: Rekordwerte bei Kinder-Lungenentzündungen. Abgerufen am 20. Januar 2025, von https://www.srf.ch/news/schweiz/rueckkehr-der-mykoplasmen-rekordwerte-bei-kinder-lungenentzuendungen
  • Medical Tribune. (2024, 19. September). Mykoplasmen-Pneumonie bei Kindern und Erwachsenen. Abgerufen am 20. Januar 2025, von https://medical-tribune.ch/news/medizin/4000118264/mykoplasmen-pneumonie-bei-kindern-und-erwachsenen/?
  • Abbildung 2: Wiley Online Library. (2013). Mykoplasmen Pneumonie bei Kindern und Erwachsenen. Abgerufen am 20. Januar 2025, von https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/biuz.201390114
Beliebte Beiträge
  • Anleitung zum Download von Qualitätskontrolldatenblätter
    Jeanette Fehlmann
  • CRP - Ein Biomarker für bakterielle und virale Infektionen
  • CRP-Messung mit Microsemi CRP & Microsemi CRP LC-767
    Jeanette Fehlmann
Blogkategorien
  • Unternehmen
  • Spital & Labor
  • Apotheken
  • Life Science
  • Arztpraxis
  • Molekulare Diagnostik
  • Mikrobiologie

...loading