Praxislabore und ihre Entwicklung
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- Geschrieben von Axonlab
- Arztpraxis
Sicherlich kennen Sie das Sprichwort: „Früher war alles besser.“ Doch war es das wirklich?
Wir nehmen Sie mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit einer Arztpraxis.
Wir beginnen im Mittelalter.

Zugegeben, da gab es noch keine Arztpraxen, aber Ärzte, welche Mediziner oder Heiler genannt wurden.Trotz dem geringen Wissen über den menschlichen Körper, beherrschten sie bereits einige Techniken. Darunter die Nahttechnik der Blutstillung, welche heute noch angewendet wird.
Bestimmt fragen Sie sich nun, wie es damals um die Hygiene stand.
Hygienevorschriften kannte man im Mittelalter natürlich noch nicht, genauso wenig steriles Arbeitsmaterial. Aber wussten Sie, dass bereits im Mittelalter Penicillin gegen Wundinfektionen eingesetzt wurde? Die Medizin war damals bereits fortgeschrittener als wir es vermuten.
Die Zeit verging und die Medizin entwickelte sich weiter.
Machen wir einen grossen Sprung nach vorne, ans Ende des 18. Jahrhundert.
Am 22.12.1895 machte Wilhelm Conrad Röntgen das erste Röntgenbild. Seine Frau musste dafür mehr als eine halbe Stunde still dasitzen. Das Röntgenbild von der Hand seiner Frau ist bis heute das spektakulärste Röntgenbild der Welt. Die Strahlendosen waren enorm und es gab damals noch keine Bleischürzen oder ähnliches.

Die ersten Strahlenschäden erkannte man 1896, welche 1904 präzisiert wurden.
Früher benötigte man für die Röntgenaufnahme einer Hand 74mSv. Heute sind es gerade noch 0.05mSv. Was früher bis zu 90 Minuten andauerte, wird heute in nur wenigen Sekunden durchgeführt. 1973 gab es die erste digitale Röntgenaufnahme. Die Entwicklung der Labormedizin nahm bereits früh ihren Lauf. Die damaligen Chemiker ermöglichten durch ihre Experimente unseren heutigen Fortschritt.
Auch die Geschichte der Arztgehilfinnen oder heute besser bekannt als MPAs nahm zu Beginn des 19. Jahrhundert ihren Lauf.
Da es früher noch keine Arztpraxen gab, waren es Krankenschwestern, welche z.B. den Ärzten in den Lazaretten beim Versorgen der Soldaten geholfen haben.
Zudem waren sie auch Rot-Kreuz-Schwestern, welche an der vordersten Front im Kriege im Einsatz waren.
Sie waren für die Wundversorgungen, die Kranken, die Organisation der Lazarette und Verwaltung des medizinischen Verbrauchsmateriales zuständig. Aufgaben, welche noch heute durch MPAs oder MPKs durchgeführt werden.
Ab 1945 wurden die ersten Arztpraxen in der Schweiz eröffnet, dadurch hat sich die Berufsbeschreibung von der damaligen Krankenschwester zur Arztgehilfin geändert.
Doch wie hat sich die Arbeit von der Arztgehilfin Mitte des 19. Jahrhundert zur MPA im 20. Jahrhundert verändert?
Grundsätzlich hat sich an der Kernaufgabe nicht vieles verändert, aber die Abläufe und Tätigkeiten haben sich aufgrund der Digitalisierung verändert. Röntgenaufnahmen wurden digitalisiert, Blutausstriche oder Urinsedimente müssen nicht mehr in der Praxis mikroskopiert, sondern können in das externe Labor abgegeben werden. Somit können Blutwerte innert wenigen Minuten durch Laborgeräte ermittelt werden, der Blutdruck des Patienten wird automatisch mittels eines Apparates gemessen, Papier-Krankengeschichten wurden durch Ärztesoftwaren digitalisiert und Telefonhörer wurden zu Headsets.
Die technischen Mittel sind aus dem heutigen Praxisalltag nicht mehr wegzudenken, auch wenn dadurch neue Risiken entstehen. Internetausfälle und Aussetzer von PC oder Laborsysteme sind die heutigen Schwierigkeiten und können zu ernsthaften Problemen führen.
Welche Technologien und Herausforderungen uns auch immer in Zukunft erwarten werden, eines bleibt auf sicher: Eine Praxis ohne MPA ist wie Max ohne Moritz.