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Procalcitonin (PCT), Sepsis und ein intelligenterer Antibiotikaeinsatz: Warum dieser Biomarker Leben rettet und Kosten senkt

  • 19.5 Minuten Lesedauer
  • Geschrieben von Axonlab
  • Mikrobiologie

Evidenzbasierte Infektionsdiagnostik im Zeitalter der Antibiotikaresistenz

Die rasche Diagnose und Behandlung bakterieller Infektionen gehören zu den größten Herausforderungen der modernen Medizin. Insbesondere bei Sepsis kann jede Stunde über den Behandlungserfolg entscheiden. Gleichzeitig führt diagnostische Unsicherheit häufig zu einem breiten Einsatz von Antibiotika, noch bevor mikrobiologische Ergebnisse vorliegen.

Die Folgen sind bekannt: zunehmende Antibiotikaresistenzen, unerwünschte Arzneimittelwirkungen, Clostridioides-difficile-Infektionen, verlängerte Krankenhausaufenthalte und steigende Gesundheitskosten. Biomarker, die eine bessere Differenzierung zwischen bakteriellen und nicht-bakteriellen Entzündungen ermöglichen, gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.

Unter diesen Biomarkern hat sich Procalcitonin (PCT) in den letzten zwei Jahrzehnten als einer der wissenschaftlich am besten untersuchten Marker etabliert. Heute wird PCT in zahlreichen nationalen und internationalen Leitlinien berücksichtigt und gilt als wichtiger Bestandteil moderner Antibiotic-Stewardship-Programme. ¹ ⁷


Was ist Procalcitonin?

Procalcitonin ist die Vorstufe des Hormons Calcitonin und wird unter physiologischen Bedingungen nur in sehr geringen Mengen produziert. Bei systemischen bakteriellen Infektionen kommt es jedoch zu einer ausgeprägten extrathyreoidalen Expression mit einem raschen Anstieg der Serumkonzentration.
 
Bereits Assicot et al. beschrieben 1993 den Zusammenhang zwischen erhöhten PCT-Werten und schweren bakteriellen Infektionen. ¹ In den Folgejahren konnten zahlreiche Studien zeigen, dass PCT nicht nur mit dem Vorliegen einer bakteriellen Infektion korreliert, sondern häufig auch mit deren Schweregrad. ² ³
 
Im Gegensatz zu vielen anderen Entzündungsmarkern bleibt PCT bei zahlreichen viralen Infektionen niedrig. Dadurch eignet sich der Marker besonders gut zur Unterstützung therapeutischer Entscheidungen im klinischen Alltag. ³ ³

Grenzen der Interpretation

Trotz seiner hohen diagnostischen Aussagekraft ist Procalcitonin kein perfekter Marker. Erhöhte PCT-Werte können auch bei einigen nicht-infektiösen Zuständen auftreten, beispielsweise nach größeren Operationen, bei schweren Traumata, Verbrennungen, kardiogenem Schock oder bestimmten ausgeprägten entzündlichen Autoimmunerkrankungen. Umgekehrt können PCT-Werte in der Frühphase lokal begrenzter bakterieller Infektionen noch niedrig sein. Deshalb sollte PCT stets im klinischen Kontext und nicht isoliert interpretiert werden. ² ³ ⁶

PCT im Vergleich zu CRP und IL-6

Ein einzelner Biomarker kann die klinische Beurteilung niemals ersetzen. Dennoch unterscheiden sich die verfügbaren Marker erheblich hinsichtlich ihrer diagnostischen Aussagekraft.

Die Medcaptain-Unterlagen zeigen die unterschiedliche Kinetik von IL-6, PCT und CRP bei Sepsis sehr anschaulich. PCT zeichnet sich dabei durch eine besondere Kombination aus diagnostischer Spezifität und klinischer Praktikabilität aus.

Figure 1: Kinetik wichtiger Entzündungsmarker bei Sepsis

Eigenschaft IL-6 PCT CRP
Anstieg nach Infektion 1-2 Stunden 6-12 Stundden 12-24 Stunden
Halbwertszeit ca. 1 Stunde ca. 24 Stunden ca. 19-20 Stunden
Spezifität für bakterielle Infektion niedrig-mittel hoch niedrig
Eignung zur Sepsisdiagnostik sehr gut sehr gut unterstützend
Eignung zur Antibiotikasteuerung begrenzt sehr gut begrenzt
Eignung zur Therapieverlaufskontrolle eingeschränkt sehr gut gut

Tabelle 1: Vergleich wichtiger Entzündungsmarker


PCT und die Diagnose von Sepsis

Sepsis bleibt trotz erheblicher Fortschritte eine der häufigsten Todesursachen in Akutkrankenhäusern. Die klinischen Symptome sind häufig unspezifisch und überschneiden sich mit zahlreichen nichtinfektiösen Erkrankungen.

Blutkulturen gelten weiterhin als Goldstandard, benötigen jedoch oft mehrere Tage bis zum endgültigen Ergebnis. Gleichzeitig sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit bei verzögertem Therapiebeginn erheblich. Die Medcaptain Unterlagen verdeutlichen zudem die Beziehung zwischen PCT-Konzentration und Schweregrad bakterieller Infektionen.

Figure 2: Zusammenhang zwischen PCT und Schweregrad der Infektion

Mit zunehmender Infektionsschwere steigen die PCT-Konzentrationen typischerweise an – von lokalen bakteriellen Infektionen über Sepsis bis hin zum septischen Schock. Deshalb wird PCT heute nicht nur zur Unterstützung der Diagnosestellung genutzt, sondern auch zur Risikostratifizierung und zur Beurteilung des Therapieansprechens. ² ³


PCT and Antibiotic Stewardship: Die stärkste Evidenz

Die größte klinische Bedeutung von PCT liegt heute nicht mehr primär in der Diagnostik, sondern in der Steuerung von Antibiotikatherapien. Die wegweisende PRORATA-Studie zeigte erstmals, dass PCT-gesteuerte Algorithmen die Antibiotikaexposition auf Intensivstationen deutlich reduzieren können. Nach 28 Tagen hatten Patienten in der PCT-Gruppe etwa 2,7 antibiotikafreie Tage mehr als Patienten unter Standardtherapie, ohne Zunahme von Mortalität oder Therapieversagen.¹⁰
Die randomisierte Studie von de Jong et al. bestätigte diese Ergebnisse eindrucksvoll. Die Dauer der Antibiotikatherapie konnte von 7,0 auf 5,0 Tage reduziert werden, während gleichzeitig die 28‑Tage-Mortalität nicht erhöht war. ¹¹

Weitere Bestätigung lieferten:

  • ProHOSP Trial (Schuetz et al.) ¹²
  • Wirz et al. Individual Patient Meta-Analysis¹³
  • NeoPInS Trial bei Neugeborenen¹⁴
  • Several international meta-analyses ¹⁵

Die zentrale Botschaft dieser Untersuchungen ist bemerkenswert konsistent:

Weniger Antibiotika – ohne höhere Mortalität, ohne mehr Therapieversagen und ohne längere Aufenthaltsdauer.

Neuere Evidenz: Geht der Nutzen über Antibiotikaeinsparungen hinaus?
 
Eine besonders interessante Arbeit stammt von Kyriazopoulou et al. In dieser randomisierten Studie konnte gezeigt werden, dass eine PCT-gesteuerte Antibiotikadeeskalation bei Sepsispatienten nicht nur die Antibiotikaanwendung reduziert, sondern auch langfristige infektionsassoziierte Komplikationen verringern kann. ¹⁶
 
Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass PCT möglicherweise weit mehr ist als nur ein Instrument zur Antibiotikaeinsparung. Vielmehr könnte der Biomarker helfen, langfristige klinische Ergebnisse von Sepsispatienten zu verbessern.

Evidenz auf einen Blick

Studie Klinisches Setting Quantitativer Effekt

PRORATA

**Bouadma et al.**
Intensivmedizin

+2,7 antibiotikafreie Tage innerhalb von 28 Tagen¹⁰

ProHOSP

**Schuetz et al.**

Infektionen der unteren Atemwege

Reduktion der Antibiotikaexposition um rund 35 %¹²

**de Jong et al.** Intensivstation

Verkürzung der Antibiotikatherapie von 7 auf 5 Tage¹¹

**Wirz et al.** Individuelle Patientendaten-Metaanalyse Signifikante Reduktion der Antibiotikaexposition um durchschnittlich etwa 1 Tag bei ICU-Patienten; keine Zunahme von Therapieversagen, zusätzlich Hinweis auf verbessertes Überleben in mehreren analysierten Patientengruppen. ¹³

NeoPInS

**Stocker et al.**
Neonatologie

Verkürzung der Therapie um etwa 22 Stunden¹⁴

**Kyriazopoulou et al.**

Sepsis

Weniger infektionsassoziierte Langzeitkomplikationen¹⁶

Tabelle 2: Auswahl zentraler klinischer Studien zu Procalcitonin

Diese Arbeiten bilden die Grundlage der heutigen Leitlinienempfehlungen und erklären, warum PCT mittlerweile als einer der am besten validierten Biomarker im Bereich des Antibiotic Stewardship gilt. ⁴ ⁶ ¹⁵

Internationale Leitlinien unterstützen den Einsatz von PCT

Die wissenschaftliche Evidenz hat mittlerweile Eingang in zahlreiche Leitlinien gefunden. Dazu zählen unter anderem:

  • Surviving Sepsis Campaign 2021⁴
  • ATS/IDSA-Leitlinien zur ambulant erworbenen Pneumonie ¹⁷
  • ERS/ESICM/ESCMID/ALAT-Leitlinien zur schweren Pneumonie ¹⁸
  • Pädiatrische Empfehlungen für fieberhafte Säuglinge ¹⁹
  • Neonatologische Empfehlungen zur frühen Sepsisdiagnostik ¹⁴
Darüber hinaus führt die WHO Procalcitonin auf ihrer Model List of Essential In Vitro Diagnostics. ⁷

Wirtschaftlicher Nutzen: Warum PCT auch für Krankenhäuser interessant ist

Neben den klinischen Vorteilen ist die gesundheitsökonomische Perspektive von großer Bedeutung. Die Kosten einer PCT-Bestimmung werden häufig isoliert betrachtet. Wesentlich relevanter ist jedoch die Gesamtbetrachtung des Behandlungspfades.
 
Studien konnten zeigen, dass eine PCT-gesteuerte Therapie zu folgenden Einsparungen führen kann:
  • kürzere Antibiotikatherapien,
  • geringere Medikamentenkosten,
  • weniger antibiotikaassoziierte Nebenwirkungen,
  • niedrigere Resistenzentwicklung,
  • kürzere Krankenhausaufenthalte,
  • geringere Wiederaufnahmeraten. 20 21
Mehrere gesundheitsökonomische Analysen kommen zu dem Ergebnis, dass die Kosten der PCT-Diagnostik häufig durch die Folgeeinsparungen deutlich überkompensiert werden.
 
Für Antibiotic-Stewardship-Programme ist PCT daher nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern oft auch wirtschaftlich attraktiv.

Von der Evidenz zur klinischen Umsetzung: Der Immu F6 von Medcaptain

Die Evidenz für PCT ist heute überzeugend. Die entscheidende Frage lautet jedoch:

Wie lassen sich diese Erkenntnisse effizient in den klinischen Alltag übertragen?

Hier werden leistungsfähige Diagnostikplattformen benötigt, die schnelle und zuverlässige Ergebnisse liefern.

Der Immu F6 von Medcaptain ist ein kompaktes Chemilumineszenz-System (CLIA), das speziell für Akutversorgung, Notaufnahmen, Intensivstationen, Satellitenlabore und kleinere Labore konzipiert wurde.

Zu den wichtigsten Eigenschaften gehören:

  • Vollautomatisierte Chemilumineszenz-Technologie (Acridinium-Ester)
  • Vollblut-, Serum- und Plasmaanalyse
  • Erste Ergebnisse nach ca. 13,5 Minuten
  • Random Access und STAT-Funktionalität
  • Einwegkartuschensystem zur Minimierung von Kreuzkontaminationen Besonders interessant ist jedoch die Plattformstrategie.

Mehr als PCT: Eine Plattform für modernes Sepsismanagement

Der Immu F6 ermöglicht die Bestimmung mehrerer komplementärer Entzündungsmarker auf derselben Plattform.

Verfügbar sind unter anderem:

  • PCT (Procalcitonin)
  • IL-6
  • CRP / hs-CRP
  • SAA (Serum Amyloid A)

Die Kombination dieser Marker entspricht dem heutigen Verständnis einer multimodalen Sepsisdiagnostik:

Marker Hauptfunktion
IL-6 Frühwarnmarker
PCT Bakterielle Infektion und Antibiotikasteuerung
CRP Entzündungsverlauf
SAA Akute Entzündungsreaktion

Die Medcaptain-Unterlagen empfehlen insbesondere die kombinierte Nutzung von IL-6 und PCT für das Management von Sepsispatienten.

Darüber hinaus umfasst das Immu-F6-Menü mehr als 50 Parameter aus den Bereichen Kardiologie, Gerinnung, Entzündung, Endokrinologie und weitere Spezialbereiche. Dadurch kann dieselbe Plattform für zahlreiche klinische Fragestellungen genutzt werden.

Fazit

Procalcitonin hat sich von einem diagnostischen Biomarker zu einem der wichtigsten Instrumente des modernen Antibiotic Stewardship entwickelt.

Die vorhandene Evidenz aus Studien wie PRORATA, ProHOSP, de Jong et al., NeoPInS und Kyriazopoulou et al. zeigt konsistent:

  • weniger Antibiotika,
  • geringere Kosten,
  • gleichbleibende oder bessere Patientensicherheit,
  • potenzielle Verbesserung langfristiger klinischer Ergebnisse. ¹⁰–¹⁶

Gleichzeitig zeigt die praktische Erfahrung, dass der Nutzen eines Biomarkers nur dann realisiert werden kann, wenn Ergebnisse schnell und zuverlässig verfügbar sind. Plattformen wie der Medcaptain Immu F6 ermöglichen die Umsetzung dieser evidenzbasierten Konzepte in der klinischen Routine und kombinieren PCT mit weiteren relevanten Biomarkern wie IL-6, CRP und SAA auf einer kompakten Chemilumineszenz-Plattform.

Für Kliniken, die Antibiotic Stewardship stärken, Resistenzentwicklung begrenzen und Ressourcen effizient einsetzen möchten, bleibt Procalcitonin damit einer der klinisch und ökonomisch interessantesten Biomarker der modernen Infektionsmedizin.


Literatur

1. Assicot M, Gendrel D, Carsin H, Raymond J, Guilbaud J, Bohuon C. High serum procalcitonin concentrations in patients with sepsis and infection. Lancet. 1993;341(8844):515–518.

2. Becker KL, Nylén ES, White JC, Müller B, Snider RH. Clinical review 167: Procalcitonin and the calcitonin gene family of peptides in inflammation, infection and sepsis. J Clin Endocrinol Metab. 2004;89(4):1512–1525.

3. Schuetz P, Albrich W, Mueller B. Procalcitonin for diagnosis of infection and guide to antibiotic decisions: past, present and future. BMC Medicine. 2011; 9:107.

4. Evans L, Rhodes A, Alhazzani W, et al. Surviving Sepsis Campaign: International Guidelines for Management of Sepsis and Septic Shock 2021. Intensive Care Medicine. 2021; 47:1181–1247.

5. Alhazzani W, Evans L, Alshamsi F, et al. Surviving Sepsis Campaign Guidelines 2021. Critical Care Medicine. 2021;49(11): e1063–e1143.

6. Schuetz P, Beishuizen A, Broyles M, et al. Procalcitonin (PCT)-guided antibiotic stewardship: an expert consensus. Clin Chem Lab Med. 2019;57(9):1308–1318.

7. WHO. Model List of Essential In Vitro Diagnostics. World Health Organization. Aktuelle Ausgabe.

8. Pepys MB, Hirschfield GM. C-reactive protein: a critical update. J Clin Invest. 2003;111(12):1805–1812.

9. Hoeboer SH, van der Geest PJ, Nieboer D, Groeneveld ABJ. The diagnostic accuracy of procalcitonin for bacteraemia: a systematic review and meta-analysis. Clin Microbiol Infect. 2015 ;21(5):474–481.

10. Bouadma L, Luyt CE, Tubach F, et al. Use of procalcitonin to reduce patients' exposure to antibiotics in intensive care units (PRORATA Trial). Lancet. 2010 ;375 (9713) :463–474.

11. de Jong E, van Oers JA, Beishuizen A, et al. Efficacy and safety of procalcitonin guidance in reducing the duration of antibiotic treatment in critically ill patients. Lancet Infect Dis. 2016 ;16(7):819–827.

12. Schuetz P, Christ-Crain M, Thomann R, et al. Effect of procalcitonin-based guidelines vs standard guidelines on antibiotic use in lower respiratory tract infections: ProHOSP Trial. JAMA. 2009;302(10):1059–1066.

13. Wirz Y, Meier MA, Bouadma L, et al. Effect of procalcitonin-guided antibiotic treatment on clinical outcomes in ICU patients. Critical Care. 2018; 22:191.

14. Stocker M, van Herk W, El Helou S, et al. Procalcitonin-guided decision making for duration of antibiotic therapy in neonatal early-onset sepsis (NeoPInS). Lancet. 2017;390(10097):871–881.

15. Schuetz P, Wirz Y, Sager R, et al. Effect of procalcitonin-guided antibiotic treatment on mortality in acute respiratory infections: individual patient data meta-analysis. Lancet Infect Dis. 2018;18(1):95–107.

16. Kyriazopoulou E, Liaskou-Antoniou L, Adamis G, et al. Procalcitonin to Reduce Long-Term Infection-Associated Adverse Events in Sepsis. A Randomized Trial. Am J Respir Crit Care Med. 2021;203(2):202–210.

17. Metlay JP, Waterer GW, Long AC, et al. Diagnosis and Treatment of Adults with Community-acquired Pneumonia. An Official ATS/IDSA Clinical Practice Guideline. Am J Respir Crit Care Med. 2019;200(7):e45–e67.

18. Torres A, Cilloniz C, Niederman MS, et al. International ERS/ESICM/ESCMID/ALAT Guidelines for the Management of Severe Community-Acquired Pneumonia. Eur Respir J. 2023;61(4):2200735.

19. Pantell RH, Roberts KB, Adams WG, et al. Evaluation and Management of Well-Appearing Febrile Infants 8 to 60 Days Old. Pediatrics. 2021;148(2):e2021052228.

20. Kip MMS, Kusters R, IJzerman MJ, Steuten LMG. A PCT-guided antibiotic treatment strategy in intensive care patients: cost-effectiveness analysis. Applied Health Economics and Health Policy. 2015;13:527–536.

21. Broyles MR. Impact of Procalcitonin-Guided Antibiotic Management on Antibiotic Exposure and Costs. Am J Health Syst Pharm. 2017;74(13):1010–1018.

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