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«Wussten Sie...?»: Der Unterschied zwischen dem weiblichen und dem männlichen Gehirn

  • 2 Minuten Lesedauer
  • Geschrieben von Cinzia Fornaro
  • Arztpraxis

Unser Gehirn ist ein komplexes Organ. Genau so komplex sind auch die Unterschiede zwischen einem weiblichen und einem männlichen Gehirn.

Wir reden hier von den sogenannten geschlechtsspezifischen Unterschieden. Im Kleinhirn, welches eine wichtige Rolle in der Bewegungskontrolle einnimmt, haben Männer mehr Verbindungen zwischen den beiden Gehirnhälften, während Frauen mehr Verbindungen innerhalb der Gehirnhälften zeigen.

Das hat zur Folge, dass Frauen meist geübter in der Erkennung von Emotionen und der Körpersprache des Gegenübers sind, während Männer in der Regel motorisch begabter sind und ihnen die räumliche Orientierung besser liegt. Wenn ein Mann den Gesichtsausdruck seines weiblichen Gegenübers also falsch interpretiert, kann er also seine weniger ausgeprägten Verbindungen innerhalb seiner Gehirnhälften beschuldigen, wenn er im schlimmsten Fall eine Nacht auf dem Sofa verbringen muss…

Ein weiterer Unterschied zwischen dem weiblichen und männlichen Gehirn zeigt sich im Grosshirn. Ein Teil des Schläfenlappen im Grosshirn – auch Temporallappen genannt – ist bei Männern sogar in Ruhephasen aktiv. Der Schläfenlappen zählt zum limbischen System und kontrolliert Reaktionen wie Hunger und Durst, Fortpflanzung, Wutausbrüche und Kampf, aber auch Flucht.

Bei den Frauen ist es jedoch der Gyrus cinguli, ein evolutionär junger Bestandteil der Grosshirnrinde, welcher immer aktiv ist. Wie der Schläfenlappen ist er ebenfalls ein Teil des limbischen Systems und beteiligt sich an der Entstehung und Verarbeitung von Emotionen, sowie Lern- und Gedächtnisprozessen.

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