"Wussten Sie...": Warum man mit der Friedwald-Formel nicht immer das LDL-Cholesterin berechnen kann?
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- Geschrieben von Axonlab
- Arztpraxis

Die Blutfettwerte werden zur Beurteilung des Risikos für atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen herangezogen, wobei der LDL-Cholesterinspiegel (LDL-c) als Hauptindikator für eine lipidsenkende Behandlung dient.
Wenn keine Risikofaktoren vorliegen, gilt ein LDL-c-Cholesterinspiegel von unter 3,0 mmol/L als normal. Wenn der Patient einen oder mehrere Risikofaktoren aufweist, liegt dieser Grenzwert bei 2,6 mmol/L bzw. 1,8 mmol/L bei Patienten mit sehr hohem Risiko. Bei Überschreitung dieses Wertes müssen therapeutische Massnahmen ergriffen werden.
Die Friedewald-Formel eignet sich zur Bestimmung des LDL-c-Spiegels, bei der die folgenden Werte für Gesamtcholesterin (TC), Triglyceride (TG) und das High-Density-Lipoprotein-Cholesterin HDL-c verwendet werden. Die Formel lautet: LDL-c (mmol/L)= TC-(TG/2.2) - HDL-c.
Die Friedewald-Formel ist zur Standardmethode für die Bestimmung von LDL-c geworden, da sie kostengünstig und einfacher als direkte Tests ist.
Diese Formel hat jedoch unter bestimmten Bedingungen ihre Grenzen, hauptsächlich, wenn Stoffwechselanomalien das Verhältnis zwischen Very-Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin (VLDL-c) und Triglyceriden verändern, wie z. B. bei einer hohen Hypertriglyceridämie (TG > 4,6 mmol/L).
Die zunehmende Prävalenz von Zuständen mit hohen Triglyceriden, wie Diabetes und Fettleibigkeit, legt nahe, den LDL-c Spiegel zuverlässig zu monitoren.